Broer Cross-cultural Management
BCCM - Profis in interkulturellem Management

Training für den Erfolg im internationalen Geschäft
als Business Case

Kann man ein BCCM-Training als Business Case betrachten?

Warum denn nicht!? Dazu wird analog zu einem Investitionsentscheid verglichen, mit welchem Investment welche Wirkungen in der Zukunft zu erwarten sind. Die Rechnung arbeitet in jedem Fall mit vielen nur grob bekannten Zahlen, aber eine Schätzung ist prinzipiell möglich.

Zur Vereinfachung kann auf eine finanzmathematisch korrekte Abzinsung verzichtet werden. Dann könnte eine Berechnung also folgendermaßen aussehen:

Ausgangspunkt ist die Entsendung eines Leistungsträgers des mittleren Managements mit seiner Familie. An der Entsendevorbereitung nehmen der angehende Entsandte und sein Lebenspartner teil.

Ausgaben

Kosten der Trainingsteilnahme:

Teilnehmergebühr:

1680 € für den Mitarbeiter +1344 € für den begleitenden Partner (20% Partnerrabatt)   

Nebenkosten der Trainingsteilnahme:

Anreise:

ca. 2 x 200 km à 0,30 € = 120 €

Hotelkosten:   

2 x ca.120 € = 240,-- €

Verpflegungskosten:

2 x 2 x  ca. 20,--€ = 80,-- €

Rechnerische Kosten der entgangenen Arbeitskraft:   

2 x ca. 65000 € /220 = ca. € 590,--

Verwaltungskosten der Trainingsteilnahme:

ca. 70 €

Gesamtsumme der Kosten:

ca. 4.125,-- €

Kalkulation

Bei einem Monatsgehalt des Entsandten im Entsendeland (ohne Entsendezulage und Kaufkraftausgleich) in Höhe von ca. 65.000 € /12 = 5.400,-- und Nebenkosten (Wohnung, Schulgeld, 1 Heimflug, Versicherungen und Sonstiges) in Höhe von konservativ gerechneten 30 000 €/ Jahr, rechnet sich ein BCCM-Training schon dann, wenn es nur

  • die Eingewöhnung im neuen Arbeitsumfeld (von 50% anfänglicher Leistungsfähigkeit auf 100% gewohnter Leistungsfähigkeit) um ca. 1 Monat verkürzt Anm. 1

oder

  • dazu beiträgt, dass der Entsandte in den rund 3 Jahren der Entsendezeit durchschnittlich rund 1,7% effizienter mit seinen neuen, fremdkulturellen Kollegen zusammenarbeiten kann.

oder

  • in nur einem von rund 50 Entsendefällen entscheidend dazu beiträgt, dass die private Eingewöhnung (auch des begleitenden Lebenspartners!) im fremdkulturellen Umfeld hinreichend gut gelingt, so dass der Entsandte sich im gewohnten und erwarteten Maße auf die Arbeit konzentrieren kann.

oder

  • in nur einem von rund 10 Entsendefällen verhindert, dass ein Entsandter in den ersten Monaten unbedarft Dinge tut, die einen vorzeitigen Abbruch der Entsendung notwendig machen (z.B. Verstöße gegen die Regeln von non-discrimination in den USA; immaterielle Schäden bleiben bei dieser Kalkulation unberücksichtigt).

Bei der Entsendung eines familiär nicht gebundenen Mitarbeiters mit einem Jahresgehalt von 40.000 € und Nebenkosten (Wohnungszuschuss, 1 Heimflug) von 15.000 € müsste sich die Eingewöhnung (von 50% bis 100% Leistungsfähigkeit) um weniger als 2 Monate verkürzen oder die Arbeitseffizienz um 2,5% steigern. Unverändert bleiben die Aussagen hinsichtlich der privaten Eingewöhnung oder des unbedarften Fehlverhaltens.

Es sind weitere Betrachtungsweisen der Wirtschaftlichkeit eines BCCM-Trainings denkbar. So könnte in einigen Firmen der Aspekt der Mobilitätsförderung im Vordergrund stehen, wenn sich nicht immer genügend international mobile Leistungsträger finden. Andere Firmen betonen den Image-Gewinn als verlässlicher Arbeitgeber. Wieder andere erzielen Einsparungen durch das Reduzieren des Unsicherheitsanteils am Entsandtengehalt oder weiterer Zuschüsse. Diese Faktoren können jedoch nur im konkreten Einzelfall in eine Wirtschaftlichkeitsrechnung Eingang finden.

Fazit:
Bei aller Varianz der Entsendekosten lässt sich das Verhältnis zwischen der einmaligen Investition in ein seriöses Entsendevorbereitungstraining und der langfristigen Wirkung doch recht eindrücklich aufzeigen. Die Trainingsinvestition dürfte sich in den meisten Fällen klar rechnen.

Anm. 1 Die Forschung geht im Allgemeinen davon aus, dass bei Entsendungen die volle Leistungsfähigkeit im neuen Umfeld nach etwa 1 Jahr erreicht wird.



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