Broer Cross-cultural Management
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Anspruch und Wirklichkeit interkultureller Trainings

Für Aufregung sorgte in der interkulturellen Trainerszene der Bericht „Russland ohne Worte“ der Financial Times Deutschland vom 15.10.2008, in dem verschiedene Manager zitiert wurden, die den Sinn interkultureller Trainings in Abrede stellten. Da die FTD-Redaktion den aufrüttelnden Originalton der Unternehmer nicht redigierte, entsteht beim Leser leicht der Eindruck, diese Unternehmer verwürfen interkulturelle Trainings in Bausch und Bogen.

Doch wer genauer liest, erkennt in den Kommentaren einen dringenden Appell an Trainingsanbieter, interkulturelle Trainings stärker an der Unternehmenspraxis auszurichten. Alle im Artikel erwähnten Geschäftsleute und Manager stimmen ja überein, dass hinsichtlich interkultureller Zusammenarbeit durchaus ein deutlicher Lernbedarf besteht. Oder um es im Klartext zu betonen: Dass die gängigen Ausbildungsgänge für Leistungsträger und Führungskräfte die erfolgsrelevante interkulturelle Managementkompetenz (noch) nicht im erforderlichen Umfang vermitteln. Das Fazit der zitierten Personen lautet denn auch: Interkulturelle Managementkompetenz werde in einem langen Prozess „on the job“ erworben.

Dass international arbeitende Manager beim Erwerb der interkulturellen Managementkompetenz eine längere Lernkurve durchlaufen, wird also auch von den Kritikern nicht bestritten. Sie bezweifeln jedoch zum einen, dass interkulturelle Trainings diesen Lernprozess überhaupt unterstützen können und zum anderen, dass die am Markt erhältlichen Trainingsangebote dazu geeignet sind.

Als Argumente für die Untrainierbarkeit interkultureller Management­kompetenz werden die klassischen allgemeinen Einwände gegen Präsenztrainings vorgebracht: Eine sterile Laborsituation könne die Praxis nicht abbilden, die Lehrinhalte seien zu theoretisch, das Gelernte lasse sich in der Praxis nicht umsetzen.

Diese Kritik klingt im Falle interkultureller Trainings besonders plausibel. Jeder seriöse Trainingsanbieter sollte sich deshalb an die eigene Nase fassen und sich fragen, ob er in der Lage ist, mit einem gelungenen Trainingsangebot überzeugend zu verdeutlichen, dass diese Kritik auf die von ihm zu verantwortenden Trainings nicht zutrifft.

Seriöse interkulturelle Managementtrainer schaffen den Brückenschlag zwischen der ‚Laborsituation’ zur Unternehmenspraxis, sie können mehr, als nur (angelesene) Theorie herunterbeten, und sie vermitteln Inhalte, die sich vor dem Hintergrund der Teilnehmer anwenden lassen. Ehemalige Teilnehmer von BCCM-Trainings bestätigen, dass die BCCM-Trainer sehr praxisorientiert arbeiten, dass das Training sich auf praxisrelevante Themen konzentriert und sich die im Training erworbenen Fähigkeiten in der Praxis bewährt haben. BCCM sieht das ähnlich und steht mit seiner Zufriedenheitsgarantie dafür ein: Haben die Teilnehmer Zweifel am Trainingserfolg, wird der Teilnehmerbeitrag umgehend erstattet.

Nur werden halt nicht alle interkulturellen Trainings von verantwortlichen, seriösen Trainern durchgeführt. Das Produkt „Interkulturelles Training“ ist jedoch kein beliebig austauschbares Produkt wie Benzin, sondern steht und fällt mit der Qualität der Trainingsleitung. Denn ausschlaggebend ist der Lernbedarf der Teilnehmer. Nur wenn der Trainer / das Trainerteam ein Grundverständnis der Arbeitswelt der Teilnehmer besitzt und die interkulturellen Implikationen der Aufgaben der Teilnehmer versteht, kann das Training die gewünschte Orientierung vermitteln, die den interkulturellen Lernprozess beschleunigt und seriöse Hinweise zur effizienteren Gestaltung der interkulturellen Zusammenarbeit ermöglicht.

Die Zweifel der zitierten Manager, dass die am Markt befindlichen Angebote die Investition in die interkulturelle Trainingsmaßnahme rechtfertigen, sind in weiten Teilen berechtigt. Nicht allzu viele interkulturelle Experten verfügen über eigene interkulturelle Führungserfahrung in betrieblichen Kontexten, was jedoch eine Grundvoraussetzung für interkulturelle Trainer sein sollte.

Heißt dies jedoch, dass die meisten interkulturellen Trainings nichts nutzen? Das muss nicht einmal unbedingt so sein. Manchmal reicht ein Landeskunde- oder reines Survival Training, wie es wohl die allermeisten Referenten interkultureller Trainings halten können. Aber diese Art interkulturelles Training reicht eben nicht immer und regelmäßig dann nicht, wenn man sich in dem Alltag interkultureller Zusammenarbeit eine lange Lernphase ersparen möchte.

Soll eine Schulung helfen, interkulturelle Managementkompetenz für erfolgreiches und effektives Handeln im internationalen Geschäft zu trainieren, muss es eben doch Qualität sein. Dann empfiehlt sich ein Training mit einem interkulturellen Trainerteam, das unter Beweis gestellt hat, in interkulturellen Business-Situationen erfolgreich und effizient arbeiten zu können.

Dass nicht alle interkulturellen Managementtrainings dem hohen Anspruch der Teilnehmer gerecht werden, ist Wirklichkeit.

BCCM freut sich deshalb umso mehr, regelmäßig von seinen Teilnehmern Bestnoten ausgestellt zu bekommen, und zwar nicht nur im Anschluss an Seminare, sondern fortlaufend auch lange Zeit danach und insbesondere von international erfahrenen Managern.

Gern würden wir auch die von der FTD zitierten Manager überzeugen, dass sich eine Investition in ein qualitativ hochwertiges interkulturelles Training rechnet. Für ein qualitativ hochwertiges interkulturelles Training ist es nie zu spät.

November 2008



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